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    Steckbrief für Deine Figuren

    Hast Du schon einmal einen Roman gelesen, in dem am Anfang der Geschichte der Hauptcharakter braune Augen und am Schluss auf einmal blaue Augen hatte? Was sich schon fast banal anhört, ist ein beliebter Fehler, der in Romanen – besonders umfangreichen Serien – immer wieder vorkommt. Je mehr Charaktere sich in Deiner Geschichte einfinden, umso schwieriger ist es, alle Details zu behalten. Ich weiss, wovon ich spreche! Um sich nicht immer wieder mühsam durch das ganze Werk zu kämpfen und im Dschungel der Buchstaben die Seite zu finden, wo man die Augenfarbe oder was auch immer vielleicht irgendwo mal erwähnt hat, oder sich gar auf das Lektorat zu verlassen, das…

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    Computer oder Notizblock?

    Die Frage, ob Computer oder Notizblock besser seien, höre ich immer wieder. Und nicht etwa differenziert altersbedingt, wie man vielleicht denken könnte, nein, jung und alt stehen vor der genau gleichen Frage.  Die Antwort? Im Endeffekt ist es völlig egal, ob du deine Ideen auf einem Block oder einem Bierdeckel notierst, in dein Handy schreibst respektive diktierst oder alles auf dem Laptop erfasst. Wichtig ist einzig, dass du es so machst, wie es für dich stimmt. Ich hatte einen Schreibcoach, der war der festen Ansicht, dass es am besten sei, wenn man alles mit Bleistift auf einen Block notiert. „Ja, warum denn das?“, fragte ich. „Man könne alle Gedanken sofort…

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    Füllwörter richtig einsetzen

    Ein Füllwort ist ein „Wort mit geringem Aussagewert“, steht im Online-Duden Füllwörter erkennt man daran, dass man sie problemlos aus einem Satz streichen kann. Oft ziehen sie einen Satz unnötig in die Länge und machen ihn schwer lesbar. Doch in und wieder haben sie durchaus eine Berechtigung, um dem Satz die richtige Klangfarbe zu verleihen. Ein Text ganz ohne Füllwörter kann trocken und karg wirken. Doch oft sind sie unnötig und können ersatzlos gestrichen werden. Typische Füllwörter sind zum Beispiel aber, allenfalls, möglicherweise, einfach, eindeutig, natürlich, auch, immer, wieder, bei weitem, wirklich, offenbar, regelrecht, vergleichsweise, sehr … und viele mehr. Auf dem Internet finden sich ganze Listen von Füllwörtern. Tipp:…

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    Ideen im unpassenden Moment

    Geht es Dir manchmal auch so? Du hast die zündende Idee! Endlich weißt du, wie du deinen Protagonisten aus der misslichen Lage befreien kannst, wie das Thema deiner Kurzgeschichte lauten soll, wie das Gedicht beginnen soll, endlich … Aber halt mal … du bist gerade unterwegs, sitzt im Auto am Steuer, putzt dir gerade die Zähne, bist beim Joggen im Wald oder liegst gar schon im Bett kurz vor dem Einschlafen … wieso kommen die besten Ideen aber auch immer dann, wenn es am wenigsten passt und nicht dann, wenn man vor dem Computer sitzt und diese spielend leicht eintippen könnte? Es hilft, wenn du dich vorbereitest! Sei es der kleine Block mit…

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    Alte Ideen nicht wegschmeissen

    Auch wenn wir heute im Zeitalter des Computers alles immer wieder bequem umschreiben können, so lohnt es sich trotzdem, alte Versionen erst mal zu behalten. Oft hat man eine Idee, die man zwar verwirft, aber später merkt man, dass sie an einer anderen Stelle reinpassen würde. Wie ärgerlich, wenn man die alte Version bereits gelöscht hat! Daher lohnt es sich, bei jedem Überarbeitungsdurchgang eine neue Version abzuspeichern, so dass man bei Bedarf auf die alten Ideen zurückgreifen kann. Keine Angst vor Datenmüll: Wenn das Buch fertig ist, sind diese alten Dateien schnell im virtuellen Mülleimer! Es empfiehlt sich ohnehin, einen Ordner „alte_versionen“ zu erstellen und alle vorgängigen Versionen erst mal dort reinpacken – so hat…

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    Der Kniff mit Kurzgeschichten

    Kurzgeschichten sind wirklich super. Du brauchst – anders als bei einem Roman – nicht allzu viele Erklärungen. Deine Figuren brauchen keine umständliche Einführung in die Geschichte. Du pickst Dir am besten nur eine Szene, einen Moment, einen Ort oder eine Zeit heraus und fängst an zu erzählen was jetztgerade um das Geschehnis herum passiert. Ohne große Einführung und Erklärung kannst du einfach drauflosschreiben, was immer dir zu einem bestimmten Thema in den Sinn kommt.  Ok, dir fällt zu jenem bestimmten Thema grad nichts ein. Nicht verzagen. Die Ideen kommen oft dann, wenn man sie am wenigsten erwartet. Irgendwann im Halbschlaf, beim Zähneputzen, beim Frühstücken oder in der Badewanne, beim Joggen… plötzlich…

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    Kapitel zusammenfassen

    Du kriegst einfach nicht so richtig die Kurve mit Deiner Geschichte? Du hast zwar einen Anfang und ein Ende, aber das Ding in der Mitte will einfach nicht so richtig sitzen? Ein Buch zu schreiben ist wie ein Puzzle zusammenzusetzen: Ein Teilchen fügt sich in das andere, und oft findet man ein fehlendes Teilchen erst, wenn schon ein gewisses Bild vorhanden ist. Damit dieses Gesamtbild schneller entsteht, lohnt es sich, für jedes Kapitel eine kurze Zusammenfassung zu schreiben. So schärfst Du Deinen Blick für die Geschichte, siehst sie „von oben“, und Du wirst die fehlenden Teilchen leichter finden … Von Susanne Wittpennig

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    Der virtuelle Aktenschrank

    Beim Romanschreiben kann es passieren, dass du plötzlich nicht mehr weißt, wie eine deiner Figuren heißt, was für eine Augenfarbe sie hat, wo sie wohnt, was sie am liebsten isst oder was für spezielle Talente sie besitzt. Je größer die Zeitabstände zwischen deinen Schreibmöglichkeiten werden, desto kniffliger kann genau dieses Thema für dich werden. Sei also vorbereitet, indem du von Anfang an eine Art „Aktenschrank“ mit Registerkarten anlegst. Pro Registerkarte skizzierst du eine Person mit ihren wichtigsten Eigenschaften. Anstelle in deinem bestimmt mehrere hundert Seiten umfassenden Manuskript hin und her zu „blättern“, kannst du einfach in deinen Aktenschrank „gehen“, das benötigte Register ziehen und hast binnen Sekunden das gewünschte Ergebnis.…

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    Mit der Sprache Bilder malen

    Du möchtest Texte verfassen, die so richtig unter die Haut gehen? Dann gehe mit Deinem Text um, als würdest Du einen Film drehen. Male dem Leser Bilder vor Augen. Erzähle ihm nicht, dass Deine Hauptfigur gerade einen beschwerlichen Marsch durch einen Wald unternimmt, sondern zeig es ihm: Lass ihn die Erschöpfung fühlen, Hunger und Durst erleben, mit schmerzenden Füsse kämpfen oder mit der Düsterkeit des Waldes, die ihm aufs Gemüt schlägt, mysteriöse Geräusche vernehmen, die ihn so richtig erschrecken … Lass den Leser die Szene so erleben, als wäre er selbst live dabei, aber übertreib es auch nicht: Natürlich will niemand dreissig Seiten lang lesen, wie deine Hauptfigur sich durch…

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    Recherche

    Ob du für eine Kurzgeschichte oder für einen Roman, für ein Kinderbuch oder für ein Drehbuch, für eine Biographie oder für ein Fachbuch schreibst, etwas haben sie alle gemeinsam: Recherche. Um Recherche kommst du nicht herum. Eine Geschichte braucht natürlich vor allem Fantasie, aber wenn du über dein Wahlthema nicht recherchierst, merkt der Leser es meist sehr rasch und verliert die Leselust, weil er dir nicht mehr glaubt, falls du etwas erfindest, das nicht sein kann. Sei also gewissenhaft bei jedem Thema und investiere die Zeit zum Recherchieren. Der Leser wird es dir danken. Von René Schurtenberger